Zur Zeit/ Current Issues:

Tacheles, 23. Juni 2006
   6. Jahrgang
   Ausgabe 25


«Es bleibt immer noch Zeit, Israel zu retten»

Im Vorfeld der Tagung zum 100. Geburtstag von Hannah Arendt spricht die israelische Historikerin und Arendt-Forscherin Idith Zertal mit tachles über israelische Mythen, Schoah-Diskurs und Selbstverantwortung.

tachles: Leon Pinsker forderte im 19. Jahrhundert die Autoemanzipation der europäischen Juden. Nun ist Israel 58 Jahre alt. Hat diese jüdische Selbst-Emanzipation durch Israel stattgefunden?

Idith Zertal: Ich habe zwar noch nie darüber nachgedacht, aber es ist eine nette Idee, dieses Meisterwerk politischen Denkens aus dem 19. Jahrhundert mit dem heutigen Israel zu verbinden und zu sehen, wie wert- und nachhaltig es gewesen ist. Interessant ist, dass die frühen Zionisten zur Verantwortung, zur jüdischen Selbstbefreiung aus den damaligen Lebensbedingungen und Realitäten und sogar zur Befreiung aus vergangenen Denkmustern und von Ängsten aufriefen, während die heutigen Zionisten wieder in alten, überholten Mythen und Ängsten der Vorfahren versinken und Gefangene ihrer eigenen, eigennützigen Wahrnehmungen der Realität sind. Natürlich mag das als fürchterliche Pauschalisierung erscheinen, aber jede Feststellung ist eine Generalisierung. Die Realität ist immer viel komplexer als ihre Darstellung. Und doch wäre es viel zu einfach, über die  Tatsache an sich nicht nachzudenken. Ich glaube in der Tat, dass Israel dringend erwachen, sich selbst neu positionieren und im Sinne der Autoemanzipation freier werden muss, und zwar speziell durch die Übernahme der Verantwortung für die prekäre Situation, in der es sich befindet, anstatt ständig die ganze Welt und insbesondere die Palästinenser für unser Unglück verantwortlich zu machen. Es ist zwar spät dafür, aber es ist nie zu  spät,  und Autoemanzipation ist ein nie endender Prozess ¬ oder sollte dies zumindest sein. 

Sie haben ein Buch über die Siedlungen und Siedler geschrieben, die das Produkt eines Mythos' über das Land unserer Ahnen sind. Welche anderen Mythen prägen Mentalität, Handlungen und politisches Verhalten des  Staates Israel?

Zuerst ein Wort zum Thema Mythen im Allgemeinen: Sie haben ihren eigenen Anteil an der Wahrheit und sind mächtige soziale Faktoren, die man  nicht vernachlässigen darf. Während sie ewig und unzerstörbar erscheinen,  sind sie als soziale Realitäten dem Aufstieg und Fall unterworfen; sie werden  anhand sozialer, psychologischer und politischer Notwendigkeiten geschaffen  und zerstört. So war beispielsweise der Heldenmythos von Tel Hai während Jahrzehnten ein zentraler Faktor von Israels mentaler Befindlichkeit. Trotzdem ist seine Wirkung vor langer Zeit abgeflaut und hat anderen  Mythen Platz gemacht. Heute würde ich den vorherrschenden Mythos über unsere Opferrolle und vollständige Unschuld als den schlimmsten betrachten.  Ja, wir haben als Juden mit unserer blutigen, vernichtenden Geschichte jedes   Recht, traumatisiert zu sein, misstrauisch, ständig in Alarmbereitschaft. Aber andererseits müssen wir uns der Tatsache stellen, dass wir nicht länger Opfer sind, dass es in der Welt Millionen wirklicher Opfer gibt einschliesslich unserer Nachbarn, die unter unmenschlichen Umständen und in völliger Unsicherheit leben. Davon sind wir weit weg. Die absolute  Unschuld ist an sich fragwürdig und hat diesen Touch von Heiligkeit an sich und  somit des Apolitischen und Ahistorischen. Hannah Arendt sagte, dass nur  diejenigen Opfer, welche die Gaskammern gesehen haben, völlig unschuldig gewesen  seien. Der Opfer-Mythos bewahrt uns davor, unseren eigenen Anteil der  Verantwortung an unserer jetzigen Situation zu sehen und anzuerkennen und uns selbst aus dieser katastrophalen Besatzung zu befreien, welche das Leben sowohl der Israeli wie auch der Palästinenser zerstört. Sind die Besatzung und die Siedlungen ein israelisches oder auch ein jüdisches Dilemma? 

Die lange Besatzung schadet Israel ganz offensichtlich und den Palästinensern auch, aber da sich Israel als der Staat der Juden oder der jüdische Staat definiert und die meisten Juden ausserhalb Israels  dieses Land als ihre zweite Heimat betrachten, sind sie nolens volens von den  weit reichenden Folgen der Besatzung betroffen. Ich bin davon überzeugt,  dass zumindest einige der jüngsten «antisemitischen» Vorfälle in Europa, die  sich gegen Bürger jüdischer Abstammung gerichtet haben, vorwiegend von politischer Kritik an und sogar Hass auf Israel getrieben worden sind und sich auf das beziehen, was wir den Palästinensern antun. Was mich immer wieder verblüfft ist die Tatsache, dass viele Juden ausserhalb von  Israel direkt oder indirekt die Siedlungen und die militärische Besatzung unterstützen. Sie schaden damit nicht nur Israels Rechtsstaatlichkeit  und moralischer Integrität, sondern sind indirekt mitverantwortlich für das Blutvergiessen in der Region.

Glauben Sie, dass Juden Israel auf andere Weise helfen könnten?

Persönlich meine ich, dass Israel mit all seinen intellektuellen, wissenschaftlichen und kreativen Energien durchaus auf eigenen Füssen stehen könnte. Aber die Besatzung, das riesige militärische System und unsere Sicherheitskonzepte, die den von uns gehätschelten mythischen Ängsten entspringen, verschlingen jeden guten Teil von uns. Deswegen haben wir einerseits weit entwickelte, fortschrittliche Technologien und  gleichzeitig den Stand eines Drittweltlandes, was Wohlfahrt, Erziehungs- und Gesundheitswesen und Infrastruktur betrifft. Jeder fünfte Israeli lebt  unter der Armutsgrenze. Sicherheit bedeutet in erster und wichtigster Linie Gerechtigkeit, Stabilität und das Wohlbefinden der Bürger, ihres  gemeinsamen Willens und ihrer gemeinsamen Visionen, während sie gleichzeitig ihre Verschiedenheit leben und diese respektiert wissen können.

Und wie steht es um den Aspekt Sicherheit?

Israel ist der Beweis dafür, dass grosse militärische Macht nicht notwendigerweise Sicherheit schafft, weil sie über- und nicht rational eingesetzt wird. Natürlich kenne ich persönlich auch jüdische  Stiftungen, etwa die Rich-Stiftung und andere, die in Israel wahre Wunder vollbringen,  indem sie wissenschaftliche Forschung, Erziehung, künstlerische  Aktivitäten und den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Israeli und Arabern  fördern. Aber jüdische Gelder, die in Siedlungen oder ins Militär fliessen, schaden Israel sowohl kurz- wie langfristig. Ich bin nicht naiv. Wir brauchen das Militär, um zu leben, zu denken und zu sprechen. Aber wir haben es zum Mass aller Dinge gemacht, wie auch die Mauer. Wenn wir das Gefühl haben,  dass wir eine Mauer brauchen, dann können wir auch die Chinesische Mauer um uns  herum bauen ¬ aber bitte auf unserem Land, auf unseren Grenzen und nicht auf  dem kleinen Stückchen Erde von anderen Menschen oder dem, was davon übrig  blieb.

Ist Antisemitismus auch ein Mythos?

Dieses Thema ist explosiv, und ich weiss, dass ich viele Leute damit verärgere, aber ich glaube, dass Antisemitismus zum jetzigen Zeitpunkt nicht unser grösstes Problem ist. Hitler gab dem Antisemitismus das  schrecklichste aller möglichen Gesichter. Ich sage nicht, dass er total verschwunden  ist, aber er ist weitgehend nebensächlich geworden. Natürlich haben wir ein Problem, wenn ein seltsamer Typ wie der iranische Staatspräsident mit  seinen haarsträubenden Dummheiten und antijüdischen Positionen auf der Bühne erscheint. Aber auch in diesem Fall denke ich nicht, dass er ein neuer Hitler ist oder dass wir vor einem neuen Holocaust stehen. Im Übrigen  ist die Welt voller Rassismus, Fremdenhass und entwürdigender Stereotypen  aller Art, die sich gegen fast jede Gruppierung richten. Andererseits hat es  auch einen Wechsel zum Besseren hin gegeben; die ethnischen, nationalen, kulturellen oder gesellschaftlichen Gruppierungen vermischen sich immer mehr. Man schaue sich nur die verschiedenen Nationalmannschaften der Fussball-Weltmeisterschaft an, fast alle von ihnen sind ein schönes  Gemisch aus Farben und Ethnien. Klar hat der Antisemitismus eine lange und schreckliche Geschichte, und es ist schwierig zu sagen, was «reiner» Antisemitismus und was eine legitime Kritik an Israels Politik ist und  wie sich diese beiden Dinge gegenseitig beeinflussen ¬ sofern sie dies  überhaupt tun. Aber hinter jeder Kritik an uns Antisemitismus zu wittern ist ein alter, verbrauchter Reflex, der kein Problem lösen wird. Es ist  allerdings etwas anderes, sich nicht für das verantwortlich zu fühlen, was uns «passiert». Der Zionismus profitierte auf eine Art immer vom  Antisemitismus. Herzl sagte, dass die Antisemiten die treuesten Verbündeten des  Zionismus seien. Gemäss Herzl war die Welt ein auf ewig feindlicher Ort,  bestehend aus Antisemiten und Juden. Ben-Gurion war zwar ein grosser, realpolitischer Führer, glaubte aber trotzdem, dass der Antisemitismus der  zionistischen Idee «helfen» würde. Dies ist eine weitere fest verankerte Sichtweise, aus der wir uns befreien sollten.

Sie sagen, dass die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, wie sie in  Israel begründet und geführt wurde, ein zentrales Element des israelischen Kollektivbewusstseins ist. Wie genau? Was wird dadurch legitimiert?

Israel wurde nach und aufgrund des Holocaust gegründet und international anerkannt, und die Beziehung zwischen Israel und dem Holocaust ist wesentlich und unauflösbar. Aber nach 58 Jahren wird es langsam Zeit,  uns aus der Gewohnheit zu befreien, den Holocaust als Grund und als Rechtfertigung für unsere Existenz und unserer Handlungen zu benützen. Israel existiert, ist ein politisches und historisches Faktum, eine  unzerstörbare und unbestrittene Tatsache. Israel benötigt den Holocaust nicht länger als seinen Daseinsgrund. Damit meine ich jedoch nicht,  dass wir den Holocaust nicht zu studieren bräuchten. Ganz im Gegenteil, wir  sollten ihn viel mehr studieren und viel mehr über ihn unterrichten, als wir es  tun. Ich habe viele Jahre an der Universität Holocaust-Unterricht erteilt,  und ich kenne das Ausmass der Unwissenheit junger Israeli über dieses  Kapitel der Geschichte nur zu gut. Sie sind indoktriniert, voller  nationalistischer Lektionen in Bezug auf den Holocaust, aber sie haben nicht genügend  Wissen, Detailwissen über das, was genau passierte, wie es geschehen konnte, was die Umstände waren, die eine solche Katastrophe möglich machten und so  weiter. Ich glaube, dass dieser Diskurs uns auch anderen gegenüber blind macht, blind für ihre Leiden, Ängste und ihre Rechte. Ich erinnere mich, dass  vor ein paar Jahren, während des Höhepunkts der Zweiten Intifada, ein  britischer Journalist einen jungen israelischen Offizier fragte, weshalb Israel  sich nicht sorgfältiger verhalte und warum es auf palästinensische  Zivilisten und Kinder schiesse. Zuerst erwiderte der Soldat scharf, dass der  Journalist «uns» keine Lektionen zu erteilen habe. Dann fügte er hinzu: «Wenn wir  uns nicht selbst verteidigen, werden wir in Auschwitz enden.» So lautete  seine Gleichung. Entweder wir töten wahllos Palästinenser, oder wir werden   wieder nach Auschwitz verschleppt. Entweder wir marschieren in Libanon ein,  oder es wird ein zweites Treblinka geben (genau so sagte es Menachem Begin am Vorabend der israelischen Invasion im Juni 1982). Irgendwie sehen wir uns noch immer auf Masada, kämpfen noch immer im Ghetto um unser Leben, so,  als hätte sich nichts geändert, als würden Sonne und Mond stillstehen. Und  doch ist Israel gleichzeitig voller Wissensdurst, Energie, Lebensfreude und Kreativität. Aber unterschwellig wird, speziell in Krisenzeiten, dieser Diskurs immer wieder aktiviert und pervertiert unsere klare Wahrnehmung  der Realität.   Leute aus dem linken Lager verwenden manchmal Nazibegriffe im  Zusammenhang mit der israelischen extremen Rechten. So verwendete zum Beispiel der israelische Philosoph Yeshayahu Leibowitz den zusammengesetzten Begriff «Judeonazi» im Zusammenhang mit kriminellem, unmenschlichem Verhalten  von Siedlern. 
Was beweist, dass sogar die Gerechten und Weisen manchmal Unsinn reden. Das war nur ein weiterer Missbrauch des Holocaust und eine Perversion  seiner Bedeutung. Denn ¬ und das ist mein Hauptgedanke  die Überstrapazierung  der Schoah für alle möglichen Zwecke widerspricht nicht nur Israels eigenem Anspruch, dass nichts damit verglichen werden kann, sondern es trägt  zur Banalisierung des Holocaust bei, verwischt seine Bedeutung, schwächt  die Gräueltaten der Nazis und die Todesqualen der Opfer ab. Dies ist, wenn  Sie so wollen, eine gewisse ¬ wenn auch unerwünschte oder unbewusste  Art  der Holocaust-Leugnung, die selbstverständlich ungeheuerlich ist. Ich denke aber, dass Leibowitz etwas anderes sagen wollte: Dass niemand als Nazi geboren wird, sondern dass man ein Nazi wird, das heisst, dass Opfer  unter gewissen Umständen und aufgrund einer bestimmten Indoktrination zu  Tätern werden können. 

Kommen wir auf Hannah Arendt zu sprechen. Was bedeutet sie für Sie? Weshalb ist sie so wichtig?

Es tut mir leid, wenn meine Erklärungen banal klingen, denn sie bedeutet so vielen Menschen so viel und ihr Einfluss auf das Denken der letzten 50  Jahre war so erheblich. Für mich persönlich sind ihre Gedanken zur  Unabhängigkeit des Geistes, zum selbstständigen Denken, zur Verantwortung und  Zivilcourage und zum Aufbegehren gegen vorherrschende, vereinfachende Wahrheiten und Mythen sehr eindrücklich. Ihre Ideen zur Bedeutung und Rolle der  Politik, die eine gemeinsame Ebene schaffen soll, in der verschiedene  menschliche Wesen mit unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Visionen frei und vertrauensvoll als gleichwertige Teilnehmer handeln und sprechen und  «in die Geschäfte dieser Welt» involviert sein können, sind das Wichtigste und Bewegendste überhaupt. Tatsächlich bewegt sich das meiste, was sie geschrieben hat, in irgendeiner Art um diese Themen.

Wenn wir von Verantwortung sprechen: Wie können Sie sich die Wiederbelebung von Arendts Beziehung zum Philosophen Martin Heidegger, letztlich auch  ein Opportunist während der Nazizeit, nach dem Krieg erklären, nachdem die Gräueltaten der Nazis doch bekannt geworden waren? 


Ich habe schlicht keine Erklärung dafür. Ihre frühe Beziehung zu ihm, als sie seine Studentin war, war eine banale Geschichte, wie sie immer  wieder vorkommt. Das war ja in den zwanziger Jahren, bevor der  Nationalsozialismus zu dem wurde, was er war. Als Heidegger damit begann, jüdische  Doktoranden zu diskriminieren, sandte sie ihm einen wütenden Brief und hörte auf,   ihn zu treffen. Nach dem Krieg kümmerte sie sich um die Übersetzung seiner Schriften, besuchte ihn in Deutschland. Es tut mir Leid, das kann ich  nicht  erklären.

Inwiefern ist Hannah Arendt für Israel wichtig?

Sie ist eminent wichtig aus all den Gründen, die ich eben aufgezählt habe.
Denn wir sind noch keine reife zivile Gesellschaft, keine offene, selbstbewusste Demokratie, die die unendliche Pluralität der menschlichen Wesen, deren Unterschiedlichkeit, selbständiges Denken, seine widersprüchlichen Ideen erkannt hat und fähig ist, sie alle mit einzuschliessen und den verschiedenen Stimmen, Auffassungen, verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten Raum zu geben. Einer der meistgeliebten Werte in Israel ist die nationale Einheit, was der eigentlichen Essenz der Demokratie widerspricht, welche konstante Auseinandersetzungen und Diskussionen über jede Angelegenheit bedeutet. Gesamthaft ist Israel immer noch eine sehr nationalisierte,  indoktrinierte, separatistische Gesellschaft, mit allen möglichen Ausnahmen von dieser  Regel natürlich. Ein Stoss frischer Luft aus der Arendt-Schule kann für  Israel aber nur ein grosser Segen sein. Es gibt übrigens ein wachsendes  Interesse an ihren Schriften, speziell unter jüngeren Leuten. Dies ist insofern  eine gute Nachricht, als sie von den offiziellen und sogar akademischen Instanzen in Israel während der letzten 40 Jahre quasi geächtet wurde, nachdem  ihr Buch zum Eichmann-Prozess erschienen war. 1948 schrieb Arendt einen wichtigen Artikel, in dem sie alles in einer fast beängstigenden  Klarheit voraussah. Sie schrieb, dass Israel eine Militärmacht werden und keine anderen Lösungen mehr ins Auge fassen würde, wenn es den Krieg gewinnen  und dennoch keinen friedlichen und gleichberechtigten Weg finden würde, mit  den Arabern zu leben. Sie hielt fest, dass, egal wie weit Israel seine  Grenze ausdehnen würde, es würde immer ein kleines Land bleiben, das von feindseligen Ländern umgeben ist. Der Titel des Artikels war «Die jüdische Heimat retten ¬ es bleibt immer noch Zeit». Vielleicht können wir heute sagen: «Es bleibt immer noch Zeit, Israel zu retten.»

Interview Yves Kugelmann
------------------------------------------------------------------------

© 2001 - 2006 tachles Jüdisches Wochenmagazin.









Archiv/Archive: 

Ausgabe/ Issue    1/ 2005