Programm der Hannah-Arendt-Lectures 2010 in Hannover    

Öffentliche Vorträge zum Thema "Markt und Staat - Was lehrt uns die Finanzkrise?"
jeweils mittwochs von 19.30 bis 21.00 Uhr
in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, 30169 Hannover.
Es besteht Gelegenheit zum Besuch des Arendt-Raums. Bücher von und zu Hannah Arendt können am Büchertisch der Buchhandlung Lehmanns erworben werden.

21. April 2010
Prof. Dr. Ingo Pies
Die Banalität des Guten. Lektionen der Wirtschaftsethik

2. Juni 2010
PD Dr. Michaela Haase
Good sports? Zur ethischen Verwahrlosung des Bankensektors

16. Juni 2010
Staatssekretärin Cora-Jeanette Hermenau
Auswirkungen der Finanzkrise auf Niedersachsen

Veranstalter: Prof. Dr. Detlef Horster, Projekt "Wissenschaft trifft Politik - Politik trifft Wissenschaft", Philosophische Fakultät der Leibniz Universität Hannover, Schloßwender Straße 1, 30159 Hannover, Telefon: 0511 - 7624690, Fax: 0511 - 7625610 Email: horster(at)ewa.uni-hannover.de, Website: http://www.detlef-horster.de

http://www.hannah-arendt-hannover.de/programm.htm

 

 

 

CFP for a workshop on Hannah Arendt

to be held during the
2010 ISSEI conference in Ankara,
Turkey, August 2-6. (ISSEI is the International Society for the Study of European Ideas.) 

Section I: History, Geography, Science

and

Section V: Religion, Philosophy, Anthropology, Psychology, Language

Workshop: Hannah Arendt on Science and the Human Condition  

Chairs: Mihaela Czobor-Lupp and Chris Irwin

http://issei2010.haifa.ac.il/CzoborLupp.htm

Please send proposals to Mihaela Czobor-Lupp (mihaelaclupp@aol.com) and Chris Irwin (chris.irwin@humber.ca).  The proposal deadline is March 15, 2010.

 

 

 

Fourth Independent Conference for the Hannah Arendt Circle April 16-18, 2010

The Department of Philosophy at DePaul University in Chicago, IL

Program Committee:

Tama Weisman, Dominican University

Sarah MacMillen, Duquesne University

Peg Birmingham, DePaul University

http://www.thearendtcircle.com/our-next-meeting

 

 

Dienstag, 16.03.2010, 19.30 Uhr // Literatur im Künstlerhaus Hannover

Carlos Aguilera
Hannah-Arendt-Stipendium

Moderation: Gabriela Jaskulla
Lesung der Texte: Moritz Dürr

Um verfolgten Autoren einen Ort zum Leben und Arbeiten anzubieten, beteiligt sich Hannover seit 2000 mit dem Hannah-Arendt-Stipendium an dem internationalen Programm Städte der Zuflucht, inzwischen als Städtenetzwerk ICORN neu konstituiert.

Als sechster Gastautor lebt Carlos Aguilera derzeit in Hannover. Aguilera zählt zu den interessantesten zeitgenössischen Autoren Kubas. 1970 in Havanna geboren, studierte er romanische Philologie und publizierte zunächst mehrere, in Kuba mit Preisen ausgezeichnete Gedichtbände, bevor er als Mitherausgeber einer kritischen Literaturzeitschrift mit Gefängnis bedroht und zensiert wurde. 2003 kritisierte Aguilera vom Ausland aus die größte Verhaftungswelle seit Beginn der kubanischen Revolution und erhielt Einreiseverbot, das bis heute gilt. Seitdem hält er sich in Europa auf.

http://literaturbuero-hannover.de/pro_detail.php?id=341&PHPSESSID=88546ff887f90ced87b8e8d769af6326

 
 
 
 
 
 
 15. Dezember 2009

 

LOTTE KÖHLER IST NEUNZIG JAHRE ALT

 

 

 

WIR GRATULIEREN

Wolfgang Heuer ∙ Marie Luise Knott ∙ Ursula Ludz

 

Waltraud Meints ∙ Ingeborg Nordmann ∙ Stefanie Rosenmüller ∙ Thomas Wild


 




 

 

Harper’s Interview with Roger Berkowitz on Hannah Arendt
http://www.harpers.org/archive/2009/12/hbc-90006176
Hannah Arendt died 34 years ago today. To commemorate the anniversary of her death, Harper’s Magazine interviewed Roger Berkowitz, one of the editors of Thinking in Dark Times: Hannah Arendt on Ethics and Politics.  Berkowitz, the Director of the Hannah Arendt Center for Ethical and Political Thinking at Bard College, answers six questions on Arendt’s thinking, including her thoughts on totalitarianism, how her political philosophy would function in a post-9/11 world, her views on school segregation, and her Jewish identity.

 

 

 

Kurt Flasch ist Hannah-Arendt-Preisträger für politisches Denken 2009


Die Jury des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken e.V. hat sich jetzt entschieden: Der Hannah-Arendt-Preis geht in diesem Jahr an den deutschen Philosophiehistoriker Kurt Flasch. Der von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung gestiftete und mit 7.500 Euro dotierte Preis wird Kurt Flasch am Freitag, den 11. Dezember 2009 um 18 Uhr in der Bremer Bürgerschaft im Rahmen einer Festveranstaltung überreicht.

Die Begründung der Jury

„Der 1994 ins Leben gerufene Hannah-Arendt-Preis soll stets daran erinnern, dass „der Sinn der Politik die Freiheit [ist]“, sagt Jurymitglied Prof. Otto Kallscheuer. Kurt Flasch habe sich diese Freiheit im Denken gerade dort genommen, wo weder die öffentliche Meinung noch der akademische Normalverbraucher sie vermuten würde: in der mittelalterlichen Philosophie. „Die Geschichte der Philosophie ist für Kurt Flasch jedoch kein Ruheplatz für schöne Seelen, zeitlose Probleme und Klassikerzitate. Seine Standardwerke zum Heiligen Augustinus, zu Dietrich von Freiberg oder Nikolaus von Kues sind stets auch ideenpolitische Streitschriften“, so Kallscheuer. Wenn Kurt Flasch philosophische Klassiker bespreche, zelebriere er sie nicht, sondern führe uns ein in die „Kampfplätze der Philosophie“. „Er erklärt uns ihre Spielregeln und schmutzigen Tricks, er lässt uns teilhaben am Streit der Ideen und Interessen. Auf den Gemeinplätzen der Philosophie, in ihren Argumenten und Beweisgründen lernen wir so, die politischen wie kulturellen Konflikte ihrer Zeit zu verstehen – und zu kritisieren“. Weiter führt Kallscheuer aus: „Alles verstehen heißt nicht, alles zu verzeihen: Wie war es möglich, dass sich nahezu die Gesamtheit der bedeutendsten deutschen Denker beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs in die „Geistige Mobilmachung“ des Kaiserreichs einspannen ließ? Kurt Flasch hat diese Frage nicht gelöst – aber er hat sie eindringlich, in einer viel zu wenig bedachten Monographie gestellt“.

Freilich sei Kurt Flasch weit davon entfernt, das philosophische Ringen um die Wahrheit im Leben auf ideologische oder Interessenkämpfe zu reduzieren. Kallscheuer: „Mit dem deutschen Kardinal Nikolaus von Kues hörte er „die Wahrheit auf den Gassen schreien“. Giovanni Boccaccios Erzählungen „über den schwarzen Tod von Florenz“ habe er übersetzt, um auf den „dramatischen Geschmack des Lebens, Liebens, Sterbens zu kommen“ und in den vernünftigen Argumenten des deutschen Mystikers Meister Eckhart  habe er Traditionslinien der arabischen Philosophie entdeckt.“

Kallscheuer ergänzt zudem: „Das philosophische Abendland ist für Kurt Flasch weder ein Tempel noch eine Kathedrale, sondern ein umstrittener Ort der Begegnungen: von Athen und Jerusalem, zwischen Rom und Byzanz – mit mobilen Grenzen zwischen Aufklärung und Offenbarung, zwischen Orient und Okzident. Ein solches denkendes Traditionsbewusstsein ist heute gerade im politischen Westen vonnöten.“

Über den Preisträger

Kurt Flasch, 1930 in Mainz geboren, promovierte 1956 und habilitierte 1969 in Frankfurt am Main. Von 1970 bis zu seiner Emeritierung 1995 war er Ordinarius für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Mitglied der Römischen Akademie der Wissenschaften (Accademia Nazionale dei Lincei), der Toscanischen Akademie der Wissenschaften und der Literatur (La Colombaria) sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Philosophie der Spätantike und des Mittelalters. 2000 erhielt Kurt Flasch den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa.

Kontakt

Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich-Böll-Stiftung c/o Peter Rüdel, Plantage 13 x 28215 Bremen, T: 0421 35 23 68, ruedel.boell@arcor.de, www.boell-bremen.de

 
 
 

Colóquio

Hannah Arendt: Educação e o mundo moderno

1 e 2 de outubro de 2009


Organização: Grupo de Estudos em Filosofia e Educação EDF / FEUSP
Coordenação Prof. Dr. José Sergio Carvalho

Faculdade de  Educação USP, São Paulo, Brasil

Inscrições gratuitas
Apoio Acadêmico FEUSP - sala 19 Bloco B
apoioacad@fe.usp.br
tel. 3091 3574
250 vagas

Informações
www.fe.usp.br

 

 

THE BURDEN OF OUR TIMES:
The Intellectual Origins of the Global Financial Crisis

A Conference Sponsored by
The Hannah Arendt Center for Ethical and Political Thinking at Bard College (New York),
The Levy Economics Institute,
and The Human Rights Project at Bard College


On October 16 and 17, 2009, The Hannah Arendt Center for Ethical and Political Thinking at Bard College is hosting an international conference entitled “The Burden of Our Times: The Origins of the Global Financial Crisis.” Keynote Speakers will be Arjun Appadurai and another special guest still being confirmed.

The world financial crisis promises a generational shift that will unsettle politics as it remakes our economic reality. An era defined by the cult of personal gratification is coming to a sudden end, as is a global financial system whose promise of self-regulation has proven to be as worthless as the derivatives that fueled its growth. We stand once again at a turning point of history.

More
http://www.bard.edu/hannaharendtcenter/burdenofourtimes/about/




LA FILOSOFÍA DE ÁGNES HELLER Y SU DIÁLOGO CON HANNAH ARENDT

Congreso Internacional, Murcia, del 13 al 15 de octubre de 2009

Con motivo de cumplirse el 80 aniversario del nacimiento de Ágnes Heller (Budapest, 1929) y contando con su presencia, la Universidad de Murcia, a través del grupo de investigación “La filosofía y los procesos socio-históricos contemporáneos” y el Instituto Universitario de Investigación Saavedra Fajardo (en proceso de aprobación definitiva), pretenden conmemorar dicho aniversario y ofrecer un merecido homenaje a la profesora Heller, organizando un Congreso Internacional en el que se trataría de indagar lo que su filosofía tiene de diálogo con la obra de Hannah Arendt, desde el presupuesto de que ambas constituyen dos de las más significativas pensadoras de los últimos 50 años, han configurado finalmente sendos modelos de Filosofia bien originales y característicos y, aún procediendo de tradiciones diferentes, pueden encontrarse en sus obras elementos más que suficientes (además de la coincidencia en la condición de mujer y su origen judío) que invitan a un diálogo entre las mismas, a una confrontación de indudable interés, tanto para entender mejor el pensamiento de este último medio siglo, como para atender a sus tareas en un momento tan complejo y crucial como el presente.

Coordinación: Ángel Prior Olmos (Universidad de Murcia), Ángel Rivero (Universidad Autónoma de Madrid).
Contacto: Pedro Guirao Aguilar (teléfono 968-363498; fax 968-364115; pga@um.es ).

 

 

Weitaus schlimmer, als was wir derzeit erleben

Zum Tode des israelischen Schriftstellers Amos Elon

Von Marie Luise Knott

Amos Elon, der israelische Schriftsteller mit dem freundlichen Gesicht, den scharfen Augen, der dicken Hornbrille und den imposanten Segelohren, der, am 4. Juli 1926 in Wien geboren, mit seinen Eltern als Zweijähriger nach Palästina einwanderte, der im Hebräischen, im Englischen und in einem bezaubernden Österreichisch-Deutsch derart zu Hause war, dass er in allen drei Sprachen schrieb und jeder Übersetzung durch die Korrektur einzelner Worte die ihm eigene Athmosphäre verleihen konnte – Amos Elon, der Weltläufer und Journalist, ist am Montag, dem 25. Mai 2009, gestorben. Wer ihn kannte möchte hinzufügen: im jugendlichen Alter von 82 Jahren.

Elon hatte schon in der Mandatszeit während des "nationalen Aufstands" der Araber, den die Juden "arabische Unruhen" nannten, in Tel Aviv auf dem Schulweg eingeschärft bekommen, auf Minenfallen zu achten. Als Jugendlicher erlebte er ohne Rührung, wie er erzählte, wie ein Jude in blindem Hass einen Araber erschlug. Im Krieg 1948 war er als Soldat im Jeep dabei, als die arabischen Einwohner Ramleh verließen. Später beschrieb Elon, wie selbstverständlich diese Flucht ihm damals erschien, wenngleich er ahnte, dass es ein endgültiger Aufbruch für sie war. Dort, auf dem staubigen Hauptplatz, nahm sein moralisches Unbehagen über die Politik Israels seinen Ausgang. Seither hat Elon unermüdlich den politischen Weg seines Landes kritisch begleitet, die Hoffnungen, die Enttäuschungen, später die Einmauerung und Erstarrung, die mit der verhängnisvollen Siedlungspolitik in den Jahren nach dem "Sechstagekrieg" begann (1995 erschien in Enzensbergers "Anderen Bibliothek" eine Sammlung seiner Reportagen: "Nachrichten aus Jerusalem. 1968 – 1993"). Elon verstand Geschichte nicht als zwangsläufig, als fatal, sondern rekonstruierte in Geschichten unermüdlich die in den Situationen angelegten und dann doch verpassten Chancen, um jedem Heute die Freiheit eines Neuanfangs zuteil werden zu lassen, um dem "Marsch des Irrsinns" (wie er in Anlehnung an Barbara Tuchmann sagte) zu entkommen und um dagegen anzusteuern, dass die Vergangenheit die Zukunft unterjocht .

Nicht von Ungefähr hatte er ein besonderes Interesse an Hannah Arendt. So sehr er sich auch über ihre – wie er fand pauschale und herablassende – Kritik an den hunderfünfzig-prozentigen Assimilationisten in ihrem Aufsatz "Wir Flüchtlinge" (1943) erregte, so sehr er auch den Ton von Eichmann in Jerusalem angriff, er wandte sich gegen Arendts "Exkommunizierung" und wusste wie recht und richtig sie tat, "den moralischen Zusammenbruch, den die Nazis in der europäischen Gesellschaft auslösten, in seinem ganzen Ausmaß" zu erkunden. Und er betonte immer wieder, wie sehr ihre Erkenntnisse die Gegenwart erhellen.

Breit bekannt wurde Amos Elon in Israel 1970 durch sein Buch Die Israelis. Gründer und Söhne, in welchem er nachzeichnete, wie die zionistischen Siedler die arabischen Einwohner aus ihren sozialen Visionen ausschlossen. Seine Absicht, die Grenzen in den Köpfen zu überwinden, wurde als Provokation aufgenommen, ebenso wie der 1973 erschienene Dialog der Feinde. Ein leidenschaftliches Streitgespräch um die Zukunft der Araber und Israels (mit der arabischen Politologin Sana Hassan).

Der Geschichtensammler machte sich bei der linksliberalen Tageszeitung Haaretz einen Namen, weil er über Themen berichtete, die unbequem waren, darunter über das "zweite Israel", über die von den Gründervätern meist übersehene ärmere Schicht der mitteleuropäischen Einwanderer. Ab Mitte der 1950er-Jahre berichtete er als Haaretz-Reporter aus Osteuropa und aus Deutschland, später aus Paris und Washington. In Amerika, wo er seine Ehefrau Beth kennen lernte, lebt heute auch seine Tochter Danae Elon als Dokumentarfilmerin.

Aus seiner Deutschlandzeit entstand 1966 In einem heimgesuchten Land, dessen erster Satz "Am Krematorium Nr. 3 spricht man wieder Deutsch" mitten in die von ihm gemeinte Heimsuchung hineinführt: Richter und Sachverständige des Frankfurter Auschwitz-Prozesses bei einer Ortsbesichtigung. Eine lächerliche Szene, wenn sie nicht so ernst gewesen wäre. Allein dass ein israelischer Bürger damals mit Offenheit und Sympathie auch die Heimsuchungen der Teilung Deutschlands und des Kalten Krieges untersuchte, war für die israelische Öffentlichkeit ein kleines Skandalon.

Amos Elon, dem ob seines Wissens und seiner leidenschaftlichen Zugewandtheit viele und ganz unterschiedliche Türen offen standen, verließ Haaretz 1986 und lebte seitdem als freier Autor in Israel, Amerika und Europa. Sein unermüdlicher Einsatz, die Wirklichkeit mit ihren Mythen und Mängeln immer neu zu befragen, machte ihn zu einem der bedeutendsten Intellektuellen seines Landes und seiner Generation. Seine publizistische Heimat war in den letzten Jahrzehnten vor allem das Weltblatt New York Review of Books, wo 2004 sein Porträt des "jüdischen Bismarck" (Arendt) und "Kaufhauskönig Salman Schocken" im Original erschien.

Neben zwei großen Biographien (über Theodor Herzl und Meyer Amschel Rothschild) verfasste er nach einem Aufenthalt im Berliner Wissenschaftskolleg 1991 die Studie Zu einer anderen Zeit. Ein Porträt der jüdisch-deutschen Epoche von 1743 – 1933. Sie beginnt damit, wie Moses Mendelsohn, das "bucklicht Männlein", im Jahr 1743 durch das dem Vieh und den Juden vorbehaltene Stadttor mit nichts als Verstand im Gepäck die Stadt Berlin betritt, und endet damit, wie die Philosophin und Heidegger-Schülerin Hannah Arendt im März 1933 in dem Nachtzug nach Prag durch die märkische Landschaft rattert . "Ich rühre nie wieder eine intelektuelle Geschichte an", war ihr fester Plan. Noch einmal beleuchtet Elon – immer im Wissen um das Schreckensende - die Höhen und Tiefen jüdischer Teilnahme und Einflussnahme auf die Entwicklung der deutschen Kultur und Geschichte, er findet Raum für die Hoffnungen und Qualen, für die Theorien und Verwerfungen, ohne einer Zwangsläufigkeit das Wort zu reden. Es hätte – alles? - auch anders kommen können.

Die Reportage, in der er aus großen und kleinen Geschichten des realen Lebens, aus seinem breiten Wissen und seinem enormen Gedächtnis, seiner nicht nachlassenden Neugier und seiner unerschütterlichen Liebe zur Welt und zu den Menschen schöpfte, bildete zeitlebens den Grundstock seines Schreibens. "Ich war zufällig Zeuge eines Gesprächs", beginnen einige der interessantesten kleinen Geschichten, die er lebendig wie kaum ein anderer erzählen konnte. "A shillings life will give you all the facts", zitiert er den großen englischen Dichter W. H. Auden – auch wenn die "facts", wie er hinzufügt, heute etwas teurer erstanden werden als für einen Schilling. Er wusste: "the telling detail" kommt weiter als jede Analyse, gerade auch dort, wo das politische Feld vermint ist.

2003 verkaufte er sein Jerusalemer Appartment und kehrte seiner Heimat ("Dort habe ich das erste Mädchen geküsst") den Rücken. Aus Enttäuschung, wie er sagte. Er hatte Angst vor einem Zustand, "der weitaus schlimmer ist, als was wir derzeit erleben". Und so packte er seine Bücher in Umzugskisten. Am Montag, dem 25. Mai 2009, ist er in dem nicht einmal hundert-Seelen Ort Buggiano-Castello in Norditalien fern von vielen Freunden gestorben. Eines seiner Lieblingszitate ("food for thought" wie er sie gerne nannte) könnte auch von ihm selbst stammen: "Macht keine Dummheiten, während ich tot bin."

Berlin, den 27. Mai 2009

 

 

 

New link to the Spanish site of

 

Observatorio Hannah Arendt, Venezuela
http://www.observatorio-arendt.org/

 

with texts and publications on Arendt in Spanish as well as critical 
commentary of politics in Venezuela like
El OHA ante la nueva burla a la justicia en Venezuela


 

 

 

 

 

Patrick Hein

 

How the Japanese Became Foreign to Themselves

 

The Impact of Globalization on the Private and Public Spheres in Japan

 

LIT Verlag   Verlag für wissenschaftliche Literatur
Reihe: Politikwissenschaft
Bd. 164, 240 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-643-10085-6


The question whether Arendt's distinction of the `private, public and 
society' can be applied to the Japanese cultural context will be 
examined. It will be argued that repressed needs for equality, 
plurality and independence have made their way back through increased 
civil political participation and that this process is driven by the 
renaissance of the pre Meiji Samurai principle of ethical individualism.

 

Patrick Hein, M.A. in political science Marburg University and Waseda 
University scholarship. Mental health counseling qualification from 
Capella University.


 

 

 

 

 

Dagmar Barnouw (1936-2008)

 

Dagmar Barnouw ist am 14. Mai 2008 im Alter von 72 Jahren in San Diego gestorben. In den letzten zwanzig Jahren ihres Lebens hatte sie als “professor of German and comparative literature” am College of Letters, Arts & Sciences der University of Southern California (USC) in Los Angeles gelehrt.

 

Als Dagmar Heyse und Älteste von vier Geschwistern war sie am 22. März 1936 in Berlin zur Welt gekommen. Auf ihre glückliche Kindheit fielen schnell die Schatten der Kriegs- und Nachkriegszeit in Deutschland: der Luftkrieg (sie überlebte die vernichtenden Angriffe auf Dresden im Februar 1945), die Flucht in den Westen, das Leben als (unwillkommener) Flüchtling in einer kleinen vom Krieg verschonten Gemeinde in Bayern.

 

Als Fulbright-Stipendiatin kam Dagmar Barnouw 1962 erstmals in die Vereinigten Staaten von Amerika – das Land, das ihr nach der Heirat mit Jeffrey Barnouw und der Geburt ihres ersten und einzigen Sohnes Benjamin zur Heimat werden sollte. Im Jahr 1968 erhielt sie ihren Doktortitel von der Yale University. Seitdem war sie forschend und lehrend an verschiedenen Universitäten in den USA und Deutschland tätig, immer auch wieder den Atlantischen Ozean überquerend, um an internationalen Konferenzen, Seminaren und Podiumsdiskussionen teilzunehmen..

 

Zu den Themen, die Dagmar Barnouw besonders am Herzen lagen, gehörten Fragen der Erinnerungskultur, speziell die Art und Weise, in der die “Vergangenheitsbewältigung” im Nachkriegsdeutschland erfolgte. In einer Reihe von Veröffentlichungen hat sie gegen den Strom der politisch korrekten Aufarbeitung der jüngeren deutschen Vergangenheit angeschrieben, indem sie den alliierten Luftkrieg gegen Hitler-Deutschland als historisches Ereignis herausstellte, das die

abendländischen zivilisatorischen Wertmasstäbe ausser Kraft gesetzt hatte und deshalb entsprechend erinnert werden muss. Ihr von Mut und Unabhängigkeit geprägtes Denken verdankt sich in diesen Fragen der persönlichen Erfahrung ebenso wie in hohem Masse der Auseinandersetzung mit Leben und Werk von Hannah Arendt. So hat sie sich auch als Arendt-Forscherin einen Namen gemacht. Ihre deutsch-englische Veröffentlichungsliste umfasst, neben etwa 150 kleineren Arbeiten, die folgenden Bücher: Entzückte Anschauung: Sprache und Realität in der Lyrik Eduard Mörikes (1971); Elias Canetti (1979); Versuchte Realität, oder, Von der Möglichkeit, glücklichere Welten zu denken (1985); Weimar Intellectuals and the Threat of Modernity (1988); Visible Spaces: Hannah Arendt and the German-Jewish Experience (1990); Critical Realism: History, Photography, and the Work of Sigfried Kracauer (1994; 2005); Germany 1945: Views of War and Violence (1996; dt. 1997); Naipaul’s Strangers (2003); War in the Empty Air: Victims, Perpetrators, and Post-war Germans (2005).

 

Dagmar Barnouw hinterliess u.a. zwei Manuskripte mit Erinnerungen an die eigene Jugendzeit in Deutschland, die für eine Veröffentlichung autobiographischer Natur vorgesehen waren: “The Organ and the Eggs” und “The Care Package”. Auf beide sei hier als eine Art Vermächtnis hingewiesen. Sie sind inzwischen veröffentlicht in Transnational Literature, vol. 1, no. 1, November 2008

(http://fhrc.flinders.edu.au/transnational/home.html).

ulu

 
 
 
 
 
LIRE HANNAH ARENDT AUJOURD’HUI

Pouvoir, guerre, pensée, jugement politique
L’Harmattan, Paris, 2008

Il faut revenir aux questions d’Hannah Arendt. Les prendre au sérieux, s’inscrire dans une démarche expérimentale pour penser « sans béquille » les incertitudes, les ténèbres d’aujourd’hui, écrit Anne Amiel, spécialiste de l’oeuvre d’Arendt. Défi transformé en pari. (Re)lire l’oeuvre alors. Depuis l’impérialisme, l’invention totalitaire, la guerre, la révolution, l’action, la pensée, le jugement politique.
Aucune oeuvre n’est sacrée, figée, appropriable. L’oeuvre vit si elle est sans cesse (re)découverte, vécue, confrontée à l’expérience. Soumise au travail critique de regards nouveaux, de chercheurs de pointe. Déplacement du regard, des positions, des questions. Prendre avec soi l’héritage des débats successifs en sortant des chemins battus.

Le livre présente les textes de 60 auteurs. Autant d’interprétations, de critiques, d’informations, de débats de qualité. Ecrits sous des angles pointus, différents, inédits. Certains sont des lecteurs assidus, d’autres l’ont découverte à l’occasion du colloque international organisé par l’Institut politique des relations internationales (IEPI) de l’Université de Lausanne (Suisse).

Le livre est disponible en librairie ou à l’Harmattan, Paris.
617 pages, prix éditeur, 47 euros.
Aperçu des contributions

Que nous dit Arendt dans un siècle mal parti (Victor Ghebali) ? Qu’est-ce que la modernité et ses liens à la (dé)mondialisation (Bertrand Ogilvie) aux humains superflus (André Tosel)? Quels (dis)continuités entre « guerre totale », guerre « zéro mort », génocides, massacres d’aujourd’hui

(Pierre Hassner, Victor Ghebali, Karim Abboub, Monique Chemillier-Gendreau, Yolanda Gampel, Mehdi Lahlou) ? Arendt a-t-elle pris au sérieux le fascisme en Italie (Stéphanie Prezioso) ? Quel point aveugle chez Arendt quand elle pense la violence, le rapport entre guerre et révolution (Katrin Meyer)? Comment se conjugent aujourd’hui les dangers de la bombe atomique, de la science et de la technique ? (François Rigaux, Libero Zuppiroli, Gérard Toulouse, Gilbert Merlio) ? Qu’est-ce que l’impérialisme hier et aujourd’hui (Kamil Majchrzak, Jean Batou)? Comment Arendt s’est-elle située avec la pensée de l’autre bord, Léo Strauss, Carl Schmitt (William Ossipow) ? Comment tenir dans des conflits interminables (Yolanda Gampel) ?

Comment se pensent les révolutions et comment les penser ? (Anne Amiel) ? Qu’est-ce que l’action, les conseils, la révolution pour Arendt ? (Jean-Claude Poizat, Urs Marti, Guillermo Almeira) ? Pourquoi l’articulation entre action, pensée et jugement politique dans la philosophie de la politique posé par Arendt est-il si important aujourd’hui (Miguel Abensour, Anne-Marie-Roviello, Raphaël Célis)? Comment se vit la recherche de cohérence entre intellect, émotions et décision d’action chez Arendt ? Pourquoi est-il si difficile d’intégrer dans la conscience, la mémoire collective, la violence extrême totalitaire qu’Arendt décrit et ses conséquences pour la politique, le travail, la vie sociale, la citoyenneté (Maja Wicki-Vogt, Valérie Gérard, Aurélien Buffat) ? Quelle vision de l’éducation chez Arendt (Wolfgang Heuer) ?

En quoi, comment, pourquoi le travail d’avocats (Christophe Tafelmacher), de journalistes (Marc Berman, Pierrre Hazan, Michel Schweri), d’enseignants, de chercheurs en éducation (Marianne Ebel, Sonia Vargas, Jean-Paul Payet, Charles Heimberg, Farinaz Fassa), de travailleurs sociaux (Anne-Lise Chappuis, Estelle Picard, Christine Wyss, Margarita Sanchez-Mazas, Isabelle Kolly-Ottiger, Jocelyne Haller), de syndicalistes, militants associatifs (Eric Decarro, Antonio Carretero, Grazziela de Coulon), d’ouvriers (Nicolas Wuillemin, La Boillat), aux prises aux délocalisation, d’étudiant.e.s et de doctorant.e.s (Stéphanie Barrial, Guiseppe Fonte, Thierry Gutknecht, Michaël Busset, Basile Desplands, Simon Dubois, Marco Motta), de migrants de migrants, de réfugiés dans les camps aux frontières de l’Europe, de générations diverses s’intéressent-ils à l’oeuvre d’Arendt ? Que veut dire pouvoir penser dans son travail et dans sa vie ?

En quoi, comment, pourquoi l’expérience de la formation et de la recherche en histoire, économie, science politique, science (Gérard Toulouse), science des matériaux (Lebero Zuppiroli), histoire des idées et féminisme (Barnita Bagchi), droit international (Monique Chemillier-Gendreau, Raphaëlle Nollez-Goldbach, Vincent Chetail), psychologie (Nilima Changkakoti), psychanalyse (Yolanda Gampel, Marcelo Vignar, Karim Abboub), géographie (Baptiste de Coulon), travail social, médecine (Jean-Claude Métraux), action humanitaire (Alexandra Harley, Christiane Vollaire), etc.  sont-ils interpellés par l’oeuvre d’Arendt ?

Que nous apportent leur expérience de lecture ? Autant d’expériences à découvrir.
 



 

 
Der russische Soziologe Victor Zaslavsky ist Hannah-Arendt-
Preisträger für politisches Denken 2008

Preisübergabe im Dezember im Bremer Rathaus

Sein 2007 in deutscher Erstausgabe erschienenes Werk „Das Massaker 
von Katyn“ hat die Jury überzeugt: Sie wählte jetzt den russischen 
Soziologen und Schriftsteller Victor Zaslavsky zum Hannah-Arendt-
Preisträger für politisches Denken 2008. „Zaslavskys schockierende 
Analyse des Massenmordes der sowjetischen Partei- und Staatsführung 
an tausenden polnischen Offizieren und Zivilisten im Jahre 1940 ist 
ein wichtiger Beitrag zum Verstehen der europäischen Geschichte. 
Zaslavsky richtet den Blick auf eines der größten Verbrechen gegen 
die Menschlichkeit während des Zweiten Weltkrieges und dessen 
jahrzehntelange Verschleierung durch die sowjetische Staatsführung. 
Die Jury würdigte insbesondere den Mut Zaslavskys, gegen das 
Schweigen anzugehen“, begründet Professorin Dr. Antonia Grunenberg, 
Vorstand des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken e.V., die 
Entscheidung der Jury. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis, der von der 
Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung gestiftet worden ist, 
wird Victor Zaslavsky am 5. Dezember 2008 um 18 Uhr in der Oberen 
Rathaushalle des Bremer Rathauses im Rahmen einer Festveranstaltung 
überreicht.

Über das Buch
Beim Massaker im Wald bei Katyn (Russland) wurden 1940 mehr als 
25.700 Polen, überwiegend Offiziere und Intellektuelle, vom 
sowjetischen Geheimdienst NKWD per Genickschuss ermordet. Der 
Klassenmord fand zur Zeit des Hitler-

Stalin-Paktes statt: Nachdem deutsche Einheiten das Verbrechen 1943 
aufgedeckt hatten, wurde es von Hitlers Propaganda zunächst für den 
Krieg gegen Russland instrumentalisiert. Die sowjetische Führung 
unter Stalin wies das Verbrechen aber von sich und lastete es der 
deutschen Wehrmacht an.

Der Exilrusse Victor Zaslavsky wertet neue Quellenfunde aus ehemals 
sowjetischen Archiven aus. In seinem Werk „Klassensäuberung - Das 
Massaker von Katyn“ zeigt er, wie der Westen die sowjetische Lüge 
gedeckt hat: Um die stalinistischen Morde der Wehrmacht in die Schuhe 
zu schieben, unternahm die stalinistische Propaganda ein 
gigantisches, in der Geschichte beispielloses Fälschungs- und 
Täuschungsmanöver. Die westlichen Alliierten entschieden sich für die 
diplomatische Taktik des Schweigens, was für Polen bis heute 
unverständlich ist. „Bei den Morden von Katyn handelte es sich 
offensichtlich um eine Klassensäuberung, die auf die Vernichtung der 
polnischen Elite zielte“, so Antonia Grunenberg. Erst nach dem Ende 
des Kalten Krieges habe Moskau offiziell eingeräumt, dass die Morde 
von Katyn auf das Konto der Sowjets gegangen waren.

Unter Putin überwog wieder die Tendenz, vom offenen Umgang mit den 
historischen Fakten abzurücken und alles zu verschweigen, was einer 
neuerlichen Glorifizierung der sowjetischen Geschichte im Wege stehen 
könnte. „Noch Jahrzehnte nach den Massenmorden gibt es fast keine 
öffentliche Debatte über die Vorkommnisse im Zusammenhang mit dem 
Hitler-Stalin-Pakt. Das Schweigen lastet bis heute auf dem Verhältnis 
der Polen zu Europa und deren ohnehin schwierigen Beziehungen zu 
Russland“.

Über den Autor
Victor Zaslavsky wurde 1937 in Leningrad, dem heutigen St. 
Petersburg, geboren. Zehn Jahre arbeitete er als Ingenieur und lehrte 
anschließend Soziologie an der Universität Leningrad. Nachdem er 1975 
emigrierte, lehrte er an der University of California, der Stanford 
University sowie an den Universitäten von Florenz, Venedig, Bergamo 
und Neapel. Zurzeit ist er Professor für Politische Soziologie an der 
Free International University for Social Sciences, Luis Guido Carli, 
in Rom.

Weitere Informationen:
Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich-Böll-Stiftung
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Revista Cult, Brasil
No 129, Outubro 2008

Dossiê
Arendt e o totalitarismo

Hannah Arendt: pensar e agir em tempos sombrios - Por André Duarte
Arendt e o totalitarismo - Por Newton Bignotto
Violência e banalidade do mal - Por Odílio Alves Aguiar
Tensão entre teoria e prática - Por Eduardo Jardim
A vitória da vida sobre a política - Por Adriano Correia

http://revistacult.uol.com.br/website/edicao/content.asp?
edtCode=75154FE0-D262-4F79-AF60-08852BA9B15C
 
 
 
 
X Jornadas de Filosofía “Hannah Arendt, el pensar y la política”
22 al 24 de octubre 2008
en el campus de la Universidad Nacional General Sarmiento
Gutiérrez 1150
Los Polvorines, Provincia de Buenos Aires, Argentina

Miércoles 22 de Octubre
MESA I// 8:30 – 10:45
El sentido de la política
Coordina: Eduardo Rinesi
Arendt, Laclau, Rancière: tres teorías de la política, Hernán Fair (UNSAM)
Leyendo indicios: mujeres en la reflexión de Hannah Arendt, Marta Palacio (UCC)
Entre el pensamiento tradicional y el feminismo: otra lectura crítica necesaria.
Peligros de una lectura acrítica del pensamiento de Hannah Arendt, María Spadaro
(UBA)
Política, poder y comunidad en el pensamiento de Hannah Arendt, Dina Picotti
(UNGS)
 
MESA II// 11 – 13:15
Definiciones y restricciones de lo público
Coordina: Alejandro Cerletti
Educação e política em Hannah Arendt: seu distanciamento e relações conceituais,
Érica Benvenuti (USP Brasil)
Hannah Arendt e o declínio do sentido público da educação, José Sérgio Fonseca de
Carvalho (USP Brasil)
Alcances de la idea de "responsabilidad pública" en Hannah Arendt, Lanza Castelli
Graciela /Pepe Ana Cristina (UNC)
La opinión hipotecada. La emergencia de la representación política y la pérdida de
capacidad crítica en el proceso de institucionalización del espacio público, Javier
Benyo (UBA) y Jimena Durán Prieto (UBA)
Participación y libertad política en Hannah Arendt, Yara Frateschi (UNICAMP
Brasil)
 
MESA III// 14 – 16
El acontecimiento: la luz que ilumina su propio pasado.
Coordina: Anabella Di Pego
Palabra e imagen. El relato como forma de comprensión, Natalia Taccetta (UBA)
De la historia al acontecimiento. Divisas arendteanas para el historiador de
cristalizaciones a contrario, Lucas Martín (UBA)
La comprensión del “pasado” en la filosofía de Hannah Arendt: ruptura y
continuidad, Rita M. Novo (UNMdP)
sentir(se) em casa no mundo, Gustavo Bastos (USP Brasil)
 
MESA IV//16:30 – 18:30
Democracia: un nuevo concepto de poder.
Coordina: Sebastián Torres
Hannah Arendt y el problema de la fundación en la política moderna, Matías Sirczuk
(UB/UBA)
Arendt y la democracia de los consejos. Una lectura de Rosa Luxembourg, Leonardo
Eiff (UBA)
Política em Da Revoluçao, Renata Romolo Brito (UNICAMP Brasil)
Los derroteros de la modernidad en Hannah Arendt. Notas en torno de las
limitaciones de una interpretación antimodernista, Anabella Di pego (UNLP)

Panel 19h
Enseñar Arendt: el pensamiento político entre la tradición y la colección
Coordina: Lucas Martín
Sebastián Torres (UNC)
Germán Pérez (UBA)
Claudia Hilb (UBA)
Beatriz Porcel (UNR)

Jueves 23 de Octubre
MESA 1// 8:30 – 10: 30
Vita activa, política: tensiones y encuentros
Coordina: Matías Ilivitzky
Consumo y economía política en Arendt y Baudrillard, Omar Darío Heffes/ Nicolás
Mathov (UBA)
Economía solidaria y Hannah Arendt: hacia la radicalización de la democracia,
Gabriela D’Ávila Schuttz (UNGS)
La soberanía moderna y las relaciones de reciprocidad entre Estados, Marcelo Gross
Villanova (USP Brasil)
Democracia: ¿transformación o responsabilidad por el mundo?, Rafael Cúnsulo
(UNSTA)

MESA 2// 10:45 – 13:15
Derecho y política en el horizonte de los totalitarismos
Coordina: Carlos Balzi
Sujeto político, derechos del hombre y derechos humanos en la visión arendteana,
Marcelo Raffin (UBA)
Las masacres administrativas: orígenes y objetivos, Graciela Pozzi (UBA)
El sentido político del refugiado en Hannah Arendt y Giorgio Agamben: fisuras y
tensiones del concepto de los “sin derecho” en la modernidad, Pamela Morales
(UBA)
El mantenimiento de la Paradoja de los Derechos Humanos y la Responsabilidad
Internacional Colectiva, Thana Campos (USP Brasil)
La “cuestion judía” en el pensamiento político de Hannah Arendt, Claudia Bacci
(UBA)

MESA 3// 14:00 – 16:30
Estatalidad, responsabilidad, facultad de juzgar
Coordina: Claudia Bacci
¿Puede la desobediencia civil ser justificada por la facultad de juzgar? Reflexiones
desde la teoría de Hannah Arendt, Matías Ilivitzky (UBA)
Desobediencia civil y sentido común: el irrepresentable ciudadano, Rebeca Canclini
(Universidad Nacional del Sur)
La responsabilidad como categoría política en el pensamiento arendtiano, María de
los Angeles Canteros (UBA)
Desobediencia Civil, “Sin Tierras” y Poder Judiciario en Brasil, Daniel Wang (USP
Brasil)

MESA 4// 16: 45 – 18:45
Modernidad, política, pensamiento
Coordina: Emanuel Biset
A dignidade da política: mundo moderno y pensamento, Freitas da Silva,
(UFSM/UNIJUÍ Brasil)
A expressao da pluralidade como realizaçao política, María Aparecida Azevedo
Abreu (USP Brasil)
El telescopio escéptico: notas sobre el acontecimiento, Carlos Balzi (UNC)
Fuera de la Tierra: Hannah Arendt, política y literatura, Evelyn Galiazo (UBA)

MESA 5// 19:00 – 21:00
Entre el pasado y el futuro: historia, política, sentido
Coordina: Paula Hunziker
Hannah Arendt lectora de Benjamin: el universo kafkiano en clave materialista,
María Esperanza Belforte ( UBA)
Hannah Arendt lectura de Nietzsche, Adriana Delbó (UFG Brasil)
El secreto de la historia. Una micrológica sobre Arendt y Borges, Diego Tatián
(UNC)
El valor del pensar, Daniel Mundo, (UBA)

Viernes 24 de Octubre
MESA 1// 8:30 – 10: 30
Política, bios, zoé
Coordina: Gisela Suazo
La actualidad de Hannah Arendt en el debate Biopolítico, Pablo Bagedelli (UBA)
La inscripción del pensamiento de Arendt en el horizonte de la biopolítica, Diego
Conno (UBA)
Política e inmortalidad en La condición humana, Adriano Correia (UFG Brasil)
Hannah Arendt. De la mortalidad a la natalidad, José Andrés Murillo (París 7)

MESA 2// 10:30 – 13:00
Política, lenguaje, violencia
Coordina: Graciela Brunet
Performatividad, perversión y política, Emanuel Biset (UNC)
Verdad, mentira, acción y política, Nicolás Mathov (UBA)
Lenguaje y mundo común, Julia Smola (UBA-Paris 7)
Hospitalidad y política. Arendt y Derrida, Paula Penchaszadeh (UBA)
Política e terror a partir de Maquiavelo y Hannah Arendt, Flávia Roberta
Benevenuto de Souza (UFMG Brasil)

MESA 3// 14:00 – 16:00
(re) Escrituras de la tradición
Coordina: Natalia Lerussi
La politización del gusto. Arendt y la estética kantiana, Paula Fleisner (UBA)
Heidegger-Arendt-Heidegger: lecturas kantianas, Bernardo Ainbinder (UBAUNSaM)
Notas sobre la Filosofía Política no escrita, Paula Hunziker (UNC-SeCyT)
Arendt, Rousseau, variaciones sobre la idea de “mundo”, Gabriela Domecq (UNGS)

MESA 4// 16:30 – 18:15
El viento del pensar
Coordina: Diego Tatián
Un acercamiento al pensamiento político de Hannah Arendt, Jorgelina Alfageme
(UNMdP)
La impotencia del pensamiento, María Teresa García Bravo (UBA/UNLa)
Pensamiento, juicio y banalidad del mal. Una aproximación a la violencia urbana,
Graciela Brunet (UNR)
Le sens politique et l’équivocité du rapport à soi, Valérie Gérard (París X)

MESA 5// 18:30 – 21:00
Vida del Espíritu y política
Coordina: Julia Smola
Le postulat de l’égalité et la démocratie à venir, Patrice Vermeren (Centro Franco-
Argentino de Altos Estudios/ UBA)
La crítica de la violencia en Benjamin y Arendt: ¿Antítesis y afinidad conceptual?
Francisco Naishtat (UBA)
Le peuple ne veut pas, Etienne Tassin (París 7)

 

 

 

Neuerscheinung:

Hannah Arendt abroad
Lectures du Monde

Tumultes, Numéro 30 (mai 2008)

Sous la direction de Anne Kupiec, Martine Leibovici,
Géraldine Muhlmann et Etienne Tassin

 

 

Apollon-dialoger

Hannah Arendt — politikk og filosofi (del 1 av 3)

Om den tyske filosofen Hannah Arendt (1906-1975). Professor Bernt Hagtvet samtaler med dr.art Helgard Mahrdt om Arendts tenkning og betydning for oss i dag.

Del 1: Politikk og filosofi (lørdag 12.04.08 (kl 11.15)

Del 2: Makt og ideologi (sendes lørdag 19.04.08 (kl 14.20)

Del 3: Fornuft og dømmekraft (sendes lørdag 26.04.08 (kl 14.25)

www.nrk.no/programmer/tv/kunnskapskanalen/5865450.html

 
 
 
 
Neuerscheinung:

Hannah Arendt. Crises de l'Etat-nation. Pensées alternatives. Sous la 
direction de Anne Kupiec, Martine Leibovici, Géraldine Muhlmann, 
Etienne Tassin, Paris 2008

Avec des textes de Dana Villa, Vlasta Jalusic, Anne Amiel, Idith 
Zertal, Miguel Abensour, Jerome Kohn, Elisabeth Young-Bruehl, 
Wolfgang Heuer etc.
 
 
 
 
Social Research
An international quarterly of the social sciences

Hannah Arendt's Centenary: Political & Philosophic Perspectives (Part 1)
Volume 74 No. 3
Fall 2007
Arien Mack, Editor
Jerome Kohn, Guest Editor

www.socres.org/vol74/issue743.htm


Hannah Arendt's Centenary: Political and Philosophic Perspectives (Part 2) 
Volume 74 No. 3
Winter 2007
Arien Mack, Editor
Jerome Kohn, Guest Editor

www.socres.org/vol74/issue744.htm
 
 
 
 
 
 
Roger Errera, Interview avec Hannah Arendt.
TV-Interview
Serie: Un certain regard, 1974

youtube.com/profile?user=smiert1980
 
 
 
 
Hannah Arendt
pensadora en tiempos de oscuridad

AL MARGEN
Revista trimestral de cultura
Colombia
No 21-22

Indice
www.almargenonline.com/21_22.html
 
 
 
5000 Leser der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung haben ihre Entscheidung getroffen: Die Philosophin und Politologin Hannah Arendt ist Hannovers überragendes Vorbild und wird nun mit neun weiteren Lichtgestalten die Georgstraße erleuchten.
Hannoversche Allgemeine, 11. Dezember 2007
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Neu erschienen:

Bethania Assy, Hannah Arendt - An Ethics of Personal Responsibility
Preface by Agnes Heller
Hannah Arendt-Studien Vol. 3,  2008
Schriftenreihe des Hannah Arendt-Zentrums der Carl von Ossietzky-
Universität Oldenburg, Hannah Arendt Studies.
Book Series on Contemporary Political Thought by the Hannah Arendt 
Centre of Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 
2008. XXI, 191 pp.
ISBN 978-3-631-54990-2 / US-ISBN 978-0-8204-9867-6

 

Neu erschienen:

"Perspektiven politischen Denkens. Hannah Arendt zum 100. Geburtst